Exotisch-Rustikales Rohkost-Weihnachtsmenü / Päckchen 22

tag22_rohkost_01 Das hat uns noch gefehlt : Ein Rohkostmenü ! Inklusive haufenweise Avocado und einem überaus gut durchdachten Konzept. Es gibt einen weihnachtlichen Brokkoli-Salat, Curry-Karfiol-Reis und Karotten-Walnusskuchen.

Das Lustige an der ganzen Sache ist, dass ich bis vor Kurzem weder rohen Brokkoli noch rohen Karfiol/Blumenkohl essen konnte weil es einfach so arg gewöhnungsbedürftig geschmeckt hat um es vorsichtig auszudrücken. Dann bin ich zufällig auf einen Brokkolisalat mit Avocadosoße gestoßen und habe das natürlich gleich ausprobieren müssen. Siehe da, der Salat war so lecker, ich hatte ihn seit dem fast jeden Tag.

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Meinem Rohkost-Weihnachtsmenü liegt wie bereits erwähnt ein schlaues Konzept zu Grunde : Die Kombination von Regionalem, Ländlichem und Österreichischem mit dem Exotischen.
Karfiol/Blumenkohl mit Avocado und Curry. Brokkoli und Tomaten auch mit Avocado und zuguterletzt Karotten und Walnüsse mit Datteln.

Sehen wir uns das einmal genauer an …

Weihnachtlicher Brokkoli-Salat
Zutaten für 1-2 Personen

  • 1 Kopf Brokkoli (ca. 300-400g)
  • 3 mittelgroße Tomaten (ca. 250g)
  • 1 Avocado (ca. 120g)
  • eine halbe Zitrone
  • Salatkräuter, optional
  • Salz, Pfeffer
  1. Wascht den Brokkoli und die Tomaten. Vom Brokkoli wollen wir heute nur die feinen Röschen, in mundgerechte Stückchen zerteilt, den restlichen Strunk könnt ihr für eine andere Soße aufheben oder in die Soße für diesen Salat hineinmixen, ich rate aber davon ab, da das auf Kosten der Cremigkeit der Soße geht.
  2. Würfelt die Tomaten fein und mischt sie unter die Brokkoliröschen.
  3. Drückt die Zitrone aus und mixt den Saft mit einem großzügigen Schluck Wasser und dem Avocaodfruchtfleisch und schmeckt eure Soße mit Salz, Pfeffer und Salatkräutern ab.
  4. Jetzt übergießt ihr euren Salat nur noch mit der leckeren Avocado-Soße und mischt alles gut durch.

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Curry-Karfiol-Reis
Zutaten für 1-2 Personen

  • 1 mittlerer Karfiol/Blumenkohl-Kopf (ca. 750g)
  • 2 mittlere, rote Spitzpaprika
  • 1 Avocado
  • 1 TL Currygewürz
  • Salz, Pfeffer
  1. Um aus dem Karfiol einen tollen Reis zu zaubern habe ich einen ganz raffinierten Trick für euch. Schneidet den Kohl in kleine Stücke, gebt sie in den Mixer und bedeckt sie mit Wasser. Jetzt verwendet entweder die Puls-Funktion oder schaltet den Mixer ein und aus oder wechselt schnell zwischen hoher und niedriger Leistung bis der Karfiol nur noch aus winzigen Stückchen besteht. Gießt den Inhalt des Mixers durch ein Sieb und drückt euren Reis gut aus.
  2. Für die Soße mixt ihr einfach wieder die Avocado mit den Gewürzen und abermals einem großzügigen Schuss Wasser zu einer feinen Soße.
  3. Wascht und entkernt euren Paprika und schneidet ihn in kleine Stückchen.
  4. Rührt den Paprika und die Soße unter den Karfiol-Reis und fertig ist mein derzeitiges Lieblingsgericht.

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Rohveganer Karotten-Walnuss-Kuchen
Zutaten für 1-2 Personen

  • 200g Deglet Nour-Datteln (Danke, meine liebe T.), entsteint
  • 1 mittelgroße Karotte (ca. 100g)
  • 50g Walnüsse, vorzugsweise gemahlen, sonst muss das eure Küchenmaschine erledigen
  • 0.5 TL Zimt
  1. Gebt eure Datteln, die Walnüsse und den Zimt in die Küchenmaschine und mixt alles für 1-2 Minuten zu einer gleichmäßigen Masse.
  2. Reibt die Karott ganz fein mit einer Vierkantreibe oder was ihr sonst noch daheim habt.
  3. Verknetet die Dattelmasse mit der geriebenen Karotte und formt daraus ein Kuchenteil nach eurem Geschmack.

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HINWEISE

  • Die gängigen fertiggemahlenen Nüsse (und auch oft die ganzen) die man im Supermarkt erhält sind nicht roh, wenn ihr Wert darauf legt, holt euch doch im Bioladen, im Reformhaus oder bei einem Rohkostversand Nüsse in Rohkost-Qualität, die ihr dann auch einweichen solltet wenn ihr vor habt, viele davon zu essen. Wieso ? Ich habe dazu einen Artikel für euch geschrieben.
  • Wenn eure Masse wider Erwarten zu feucht ist, fügt teelöffelweise/nussweise mehr Nüsse hinzu, sollte sie zu trocken sein, macht das gleiche mit Datteln
  • Für eine High Carb Low Fat-Version, verwendet statt der Nüsse die gleiche Menge getrocknete Maulbeeren.

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10 thoughts on “Exotisch-Rustikales Rohkost-Weihnachtsmenü / Päckchen 22

  1. Meine Güte – du warst in den letzten Tagen aber sehr, sehr fleißig. 🙂
    Das sieht alles sehr toll aus! (Und ist für mich eine echte Überlegung, denn ich muss mir mein Essen zum Weihnachtsmenü selbst mitbringen, da sonst niemand in der Familie vegan – noch nicht einmal vegetarisch! – lebt.)

    Liebe Grüße!
    Jenni

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    • Haha und genau deshalb komme ich erst heute zum Beantworten aller Kommentare die sich bis dahin angesammelt haben 🙂 Bevor ich anfange : Schön, mit welcher Motivation du alle meine Beiträge anguckst, das ehrt mich, liebe Jenni ! Lustigerweise habe ich mir genau dieses Menü letztens zum Weihnachtsessen bei der Familie meines Freundes mitgenommen. Hat bis auf den Kuchen super geklappt, den hatte ich nämlich in Alufolie gewickelt und da er recht klebrig ist war das dann eine kleine Sauerei. Also ein Tipp von mir : in einer Dose transportieren und da einfach mit einer Gabel rausessen 🙂

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      • Alles klar, das werde ich mir merken. Denn gerade der Kuchen hat es mir doch sehr angetan… 🙂

        Danke für dein “Danke” – aber ich finde deine Beiträge immer wieder sehr inspirierend und freue mich stets, wenn ich etwas Neues auf deinen 3 (?) Blogs entdecke.

        Für mich ist dieses Jahr das erste vegane Weihnachten und ich habe erst heute morgen, als ich die besorgte Nachricht von Mama á la “Was willst du denn dann essen – du isst ja jetzt anders.” (O-Ton!) las, verstanden, was da auf mich zukommt. 😀
        Aber ich nehme die Herausforderung freudig an. 🙂

        Liebe Grüße!
        Jenni

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      • Wirklich ? Voll witzig, ich möchte ihn auch unbedingt nochmal, nur mit wirklich gut gemahlenem Buchweizen machen 🙂 Und mit mehr Datteln. Ui, das ist soo schön zu hören. Ja, es sind drei (!!!) Blogs. Eigentlich möchte ich nur einen haben (und wie jetzt nebenbei den Kochkost-Blog) und bin sehr bemüht, die Leute von foodandblood auf Käthe Veganete zu bekommen 🙂 Haha, ja wenn man erst mal eine Zeit lang vegan isst, dann weiß man gar nicht mehr, was man dann NICHT essen kann, zumindest geht es mir so. Und es ist schon so selbstverständlich für mich, vegan zu essen/kochen, dass ich nicht wüsste, wie ich da Tierprodukte einbauen sollte, wenn mir so ein abstruser Gedanke in den Kopf kommt. Also bitte, liebe Jenni, erzähl mir doch am 25. (oder wenn du dazu kommst), was du dir zu Weihnachten zu Essen mitgenommen hast. Und bis dahin ein Geheimtipp von mir : Wenn du als Veganer dein Essen zu einem Haufen nicht-veganer Menschen mitnimmt, mach mindestens das Doppelte von dem, was du essen wirst und lass jeden Mal probieren und gib ihnen was ab, wenn sie mehr wollen. Das ist DIE Möglichkeit, ihnen zu zeigen, wie lecker und “normal” vegan sein kann.

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      • Danke für deine ausführliche Antwort und deine guten Ratschläge – auf jeden Fall werde ich das Doppelte, wenn nicht sogar das Dreifache einpacken! 🙂
        Ich bin selbst gespannt, was ich mitnehmen werde, denn bisher habe ich mich noch nicht allzu aktiv mit der Frage auseinandergesetzt, muss ich gestehen. Ich werde aber berichten – über Erfolge und Misserfolge. 😉

        Ja, mir geht es auch so, dass das Vegansein schon so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, es anders zu machen. Und da vergisst man dann schon manchmal schnell, dass 99% der in Deutschland lebenden Menschen ja doch (noch) anders essen. 😉

        Liebe Grüße!
        Jenni

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  2. Also: Zunächst war ich etwas schockiert über die magere Essensausbeute für pflanzlich lebende Menschen – es gab Fisch in Sahnesoße, gefülltes Hähnchen, Kroketten (natürlich mit Hühnereiweiß) und vieles mehr. Aber nichts Veganes.
    Gut, dass ich vorgesorgt hatte. 😉

    Ich habe einen fruchtigen Nuss-Trockenkuchen mitgebracht (damit war die Kaffee-Zeit schon einmal gerettet), dann kleine Apfel-Bananenbrot-Muffins gebacken (für’s Frühstück und für zwischendurch), jeden Morgen herzhafte Brötchen (Mohnbrötchen und Tomatenmark-Brötchen) gebacken und das Abendessen mit Couscous-Salat von der feinsten Sorte gerettet. 🙂

    Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, noch viel mehr vorzubereiten, aber dazu sollte es aus vielerlei Gründen nicht kommen. (Finde ich persönlich aber auch aus der Perspektive, dass Weihnachten für mich daher eben kein Fest der Völlerei war, aber auch nicht verkehrt.)

    Alles wurde herzlich gern gegessen – und nach den beiden Tagen war ich um 3 Rezepte ärmer (ich musste alles herausrücken, da die Verwandtschaft sehr angetan war). Und ich glaube, ich habe schon zwei Personen zum Umdenken bewegen können…

    Ich kann also ein positives Fazit unter mein erstes veganes Weihnachten ziehen. 🙂
    Wie war dein Fest und was hast du dieses Weihnachten als Menü vorbereitet?

    Liebe Grüße
    Jenni

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    • Ui, ein schöner ausführlicher Bericht, so mag ich das 😉
      Schön, dass du da so viel weitergebracht hast und alle auf dein veganes Essen abgefahren sind !
      Also ich habe am 24. gar kein Menü kredenzt, sondern “nur” Spinatlasagne gemacht, ich sag’s dir Jenni, das war die beste Lasagne, die ich je hatte, das Rezept findest du hier (https://youtu.be/eOQYtLEoikQ), aber leider habe ich zu wenig davon gemacht, wenn du für mehr als zwei Leute kochst, mach die doppelte Menge der Angaben im Video 😉 Meiner Mutter und meinem Freund hat sie echt gut geschmeckt und danach habe ich einen Zitronenkuchen aus weißen Bohnen gemacht, der hat aber nur mir geschmeckt, also habe ich ihn alleine gegessen :3

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